Wirtschaftsinformatik FAQ

 



Braucht man Voraussetzungen für ein Wirtschaftsinformatik-Studium an der JKU?

Um Wirtschaftsinformatik zu studieren, brauchst du außer der Hochschulreife keine speziellen Vorkenntnisse, insbesondere auch nicht in Programmierung oder Betriebswirtschaft. Das lernst du alles im Rahmen deines Studiums an der Uni. Wichtig ist vielmehr, dass du Interesse an neuen Technologien, am Durchschauen von Zusammenhängen und am Lösen von Problemen mitbringst und dir Herausforderungen Spaß machen. Auch Teamfähigkeit, Kreativität und Engagement sind gefragt, denn Wirtschaftsinformatiker sind Allrounder, die in nahezu allen betriebswirtschaftlichen oder technischen Tätigkeitsfeldern arbeiten.

AbsolventInnen von Informatik-HTLs haben vielleicht in den ersten Semestern Vorteile beim Programmieren; HAK– und HBLA-AbsolventInnen profitieren von ihrem betriebswirtschaftlichen Grundlagenwissen. Das Wirtschaftsinformatik-Studium ist aber mit Bedacht so konzipiert, dass mit Motivation und Zielstrebigkeit alle Studierenden innerhalb weniger Monate auf dem gleichen Level sind. 

Um den Einstieg in die Mathematik sowie das Programmieren zu erleichtern gibt es Vorbereitungskurse, die kostenlos und freiwillig besucht werden können. Genauere Informationen zu den Vorbereitungskursen sind hier nachzulesen. 
 

Kann ich mir Fächer aus der Schule anrechnen lassen?

Ja, einige Lehrveranstaltungen können für Schüler aus bestimmten HTL’s oder kaufmännischen Schulen bzw. höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe, für Tourismus und Bekleidungstechnik sowie künstlerische Gestaltung angerechnet werden. Welche dies sind, kann in folgender Liste nachgelesen werden.
 

Wie lange dauert das Wirtschaftsinformatik-Studium?

Das Bachelorstudium dauert sechs Semester, für das Masterstudium ist eine Mindeststudiendauer von vier Semestern vorgesehen. Die durchschnittliche Studiendauer bis zum Master (Magister) betrug in den letzten Jahren 10 Semester.
 

Was ist das Besondere des Linzer Wirtschaftsinformatik-Studiums?

Das Besondere des Linzer Wirtschaftsinformatik-Studiums ist einerseits die hohe Flexibilität, die die Studierenden bei der individuellen Ausrichtung ihrer Studienkonzeption haben, und andererseits die interfakultäre Ausrichtung, die einmalig in Österreich ist. Im Rahmen des Masterstudiums können verschiedene Studienschwerpunkte gewählt werden, außerdem besteht die Möglichkeit, auch Schwerpunkte nach Wahl miteinander zu kombinieren. Die aktuell möglichen Studienschwerpunkte sind Information & Knowledge Management, Software & Data Engineering, Web Engineering & Management, Business Engineering & Logistics Management, Security Engineering & Management, Information Systems & Marketing, Information Systems & Financial Management, Information Systems & Controlling, Information Systems & Human Resource Management und Information Systems & Economics.
 

Ist das Wirtschaftsinformatik-Studium ein Massenstudium?

Nein, im Vergleich zu anderen Studienrichtungen an der JKU ist die Wirtschaftsinformatik kein Massenstudium, sondern sehr exklusiv. Durch die geringere Zahl an Studierenden ist das Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden deutlich besser als in vielen anderen Studienrichtungen. Dies wirkt sich sowohl auf die Studienbedingungen als auch auf die Job-Chancen besonders positiv aus.
 

Kann das Studium berufsbegleitend absolviert werden, ist es möglich einem Nebenjob nachzugehen?

Sowohl das Bachelor- als auch das Masterstudium sind prinzipiell keine berufsbegleitenden sondern Regelstudiengänge. Eine gewisse Belastbarkeit und Flexibilität im Beruf vorausgesetzt, ist es jedoch durchaus möglich, Studium und Beruf zu verbinden. Viele unserer Studierenden arbeiten bereits neben ihrem Studium.
 

Welchen Beruf kann man nach dem Wirtschaftsinformatik-Studium ausüben?

Wirtschaftsinformatiker sind primär Generalisten. Das Linzer Wirtschaftsinformatik-Studium erlaubt aber auch die Orientierung hin zum Spezialisten. Entsprechend breit sind die beruflichen Möglichkeiten; von einer stark management- und betriebswirtschaftlichen Ausrichtung bis hin zur stark (programmier)technischen Ausrichtung. Typische Beispiele für Berufsfelder sind: IT-Projektmanagement, Software Entwicklung, IT-Beratung, IT-Service-Management, IT-Sicherheit, Vertrieb, IT-Management, IT-Ausbildung.
 

Wie sind die Berufsaussichten?

Die Berufsaussichten sind seit vielen Jahren anhaltend hervorragend. Das Job-Angebot auf dem nationalen und internationalen Arbeitsmarkt übersteigt die Zahl der Absolventen, WirtschaftinformatikerInnen gehören deshalb zu den besonders gesuchten Universitätsabsolventen. Eine Umfrage unter Absolventen hat zudem ergeben, dass viele bereits vor dem Studienabschluss eine Jobzusage hatten.
 

Was verdient man als WirtschaftsinformatikerIn?

Ein Artikel der OÖ Nachrichten vom 29. Mai 2009 stellt die Einstiegsgehälter von Uni- und FH-Absolventen gegenüber. Grundsätzlich verdienen Uni-Absolventen sowohl beim Berufseinstieg, als auch mit 3-5 Jahren Berufserfahrung mehr als FH-Absoventen. Nach dem Abschluss eines technischen Bachelorstudium (wie z.B. der Wirtschaftsinformatik) beträgt das Einstiegsgehalt aktuell ca. 2.000 Euro brutto, nach dem Masterstudium ca. 2.600 Euro brutto.
 

Kann / Muss man ein Auslandssemester absolvieren?

Ein Auslandssemester ist nicht zwingend durch den geltenden Studienplan vorgeschrieben, es wird aber ein Auslandssemester empfohlen. Die Zahl der Studierenden, die diese Möglichkeit wahrnehmen und ein bis zwei Semester an einer ausländischen Partneruniversität absolvieren, nimmt zu.
 

Welche Firmen suchen WIN-AbsolventInnen?

Wirtschaftsinformatiker werden in praktisch allen Branchen gesucht. Von den 82 am Karrieretag (2012) ausstellenden Unternehmen gaben 52 an, Wirtschaftsinformatiker zu suchen. Als Beispiele seien einige dieser Unternehmen angeführt: Accenture, BMD Systemhaus, Borland Entwicklung GmbH, KEBA, KPMG, Siemens VAI, Metals Technology GmbH, Raiffeisen Landesbank, und Systema Human Information Systems GmbH.  Weitere Informationen dazu findest du auch in der Messebroschüre der Kepler Society.
 

Wie steht es mit dem Frauenanteil?

Der Frauenanteil bei den WIN-Studierenden ist noch zu gering. Zurzeit überwiegen noch die männlichen Studierenden. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Frauen nicht geeignet wären, dieses Studium zu absolvieren. Ganz im Gegenteil.Frauen sind besonders eingeladen, sich für dieses interessante und vielfältige Studium mit hervorragenden Berufsaussichten zu entscheiden.
Mit dem Programm „Frauen in die Technik" bemüht sich die JKU, mehr Schülerinnen für ein technisches Studium zu gewinnen. Dieses Programm richtet sich auch Wirtschaftinformatik-Interessentinnen.